Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2023 von patrablo

Reisen mit unserem Van Vivaldi ist Entschleunigung pur. Seitdem wir das schwedische Lappland bzw. den Abisko Nationalpark erreicht hatten, ging es für uns nur noch langsam und in kleinen Schritten weiter. Das sollte sich auch auf den Lofoten nicht ändern, welche wir dieses Mal im April erkunden durften (hatten bereits 2020 Ende August/Anfang September das Vergnügen). In diesem Beitrag berichten wir über einige unserer „Lofoten im April“-Highlights. Viel Spaß dabei!

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Splitboardtour am Rundfjellet

Der erste Tag auf den Lofoten startete gleich sehr sportlich. Wir hatten uns eine Splitboardtour am Rundfjellet herausgesucht. Bevor es losging, stärkten wir uns aber erstmal kräftig 😉 .

Der Weg schlängelte sich durch die abwechslungsreiche Berglandschaft Norwegens und der Gipfel bzw. die Abfahrt selbst waren zunächst gar nicht einsehbar. Ein paar Höhenmeter später und etwas tiefer im Tal änderte sich das schließlich und wir wussten, die Abfahrt wird grandios! Die Aussicht über die Insel Austvågøya (größte und östlichste Insel der Lofotenkette) und die vielen zerklüfteten Inseln der Lofoten war von unserem höchsten Punkt herrlich, auch wenn dieser nicht der Gipfel selbst war. Wir starteten erst gegen Mittag auf die Tour und dementsprechend schmolz der Schnee bereits von der Sonne. Der Aufstieg war bereits super schön, die Abfahrt dann der absolute Hammer. Wir hatten die Berghänge für uns alleine und das auf den Lofoten im April, wo sich viele Tourengeher auf den Bergen herumtreiben.

Laukvik

Die Nacht verbrachten wir auf demselben Parkplatz und am nächsten Tag fuhren wir weiter an den Atlantik. Wir wollten in Laukvik auf den Stellplatz, um unsere Wäsche zu waschen und mal wieder zu duschen. Übrigens die erste Waschmaschine nach fast 3 Wochen Tour (typisch Vanlife Alltag). Bevor es jedoch dorthin ging, machten wir etwas außerhalb von Laukvik einen kleinen Spaziergang.

Der Ort selbst ist bekannt für seinen Fischfang, welchen wir hauptsächlich in Form von Stockfisch sehen konnten (der Geruch von Fisch war zudem dauerhaft in der Luft). Dies ist durch Lufttrocknung haltbar gemachter Fisch, wobei die Fische paarweise an den Schwanzflossen zusammengebunden und zum Trocknen auf Holzgestelle gehängt werden (vor der Trocknung werden die Köpfe sowie Eingeweide der Fische entfernt, häufig Trocknung im „Salzwind“). In früheren Zeiten diente Stockfisch der Versorgung von Schiffsmannschaften und Soldatenheeren. Zudem war der Fisch eine beliebte Fastenspeise im Mittelalter. Der klassische Stockfisch, welcher früher den Ruf „Arme-Leute-Essen“ hatte, ist aufgrund des Rückgangs der Kabeljaubestände (Dorsch) der letzten Jahrzehnte heute relativ teuer geworden.

Wir hatten eine ruhige Nacht direkt am Atlantik und am nächsten Tag eine kurze Begegnung mit einem Orca. Dieser war wohl sogar bei uns in der Bucht, also sozusagen direkt neben unserem Van Vivaldi. Wir wurden jedoch erst darauf aufmerksam, als wir unseren einzigen Nachbarn mit der Kamera herumhantieren sahen. Für ein Foto waren wir leider zu langsam, das schöne Tier haben wir aber zum Glück noch gesehen.

Wanderung Festvågtinden und Henningsvær

Über Svolvær (nach ein paar Einkäufen für die Osterfeiertage), der größten Stadt der Inselgruppe Lofoten, ging es für uns weiter nach Henningsvær. Hier hatten wir einen schönen Schlafplatz direkt am Fjord vor Henningsvær, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen. Gegen 10:30 Uhr am nächsten Tag starteten wir eine Wanderung auf einen Aussichtsgipfel oberhalb von Henningsvær. Ursprünglich hatten wir geplant, nicht all zu hoch zu wandern, da einiges an Altschnee sowie Neuschnee der letzten Tage in den Bergen lag. 

Letztendlich machten wir eine Tour, die wir bereits beim letzten Mal auf den Lofoten gemacht hatten. Da die Wanderung auf den Festvågtinden super steil ist, war es mit dem Schnee (Altschneereste im unteren Teil und oben Neuschnee) teilweise etwas heikel und wir mussten gut aufpassen. Noch dazu waren wir an diesem Tag die ersten auf dem Gipfel und mussten selbst Tritte in den Schnee schlagen, was nicht nur anstrengend, sondern auch zeitintensiv ist. Wir waren mit Grödel*, unseren Wanderschuhen* und Stöcken* jedoch gut ausgerüstet und konnten so diese Tour gut meistern.

Den Gipfel selbst erreichten an diesem Tag nur die wenigsten (wir sahen viele abbrechen). Die Aussicht vom Gipfel bietet ein unvergleichliches Panorama u.a. auf Henningsvær und die vielen kleinen Inseln.

Über einen Grat ging es für uns noch auf einen gegenüberliegenden Aussichtsgipfel. Das gute Wetter musste genutzt werden 😉 .

Gegen Abend spazierten wir nach Henningsvær, um die Abendstimmung in diesem Fischerdörfchen zu genießen (wird oft „Venedig des Nordens“ genannt). Der frühlingshafte Tag (immerhin 14 °C) wurde vollumfänglich ausgenutzt und hatte viele tolle Highlights!

Lofoten im April – Treiben lassen

Etwas später als ursprünglich geplant, ging es für uns am nächsten Tag weiter. Wir wurden überraschend zu einem Urlaub mit Julians Familie eingeladen und hatten hier kurz ein paar Dinge zu organisieren und planen

Es ist einfach schön sich auf den Lofoten Inseln treiben zu lassen und immer wieder mal für ein paar Aufnahmen* zu halten. Wir hatten für die nächste Nacht einen super schönen Platz gefunden und genossen den herrlichen Ausblick auf das Europäische Nordmeer (Atlantik). Der nächste Tag startete mit leichtem Regen und das bewog uns dazu, etwas länger liegen zu bleiben. Majestätisch segelte ein Seeadler über uns hinweg und wir beobachteten ihn fasziniert. Das Seeadler Vorkommen auf den Lofoten ist übrigens das dichteste weltweit. Auch Möwen und Raben gesellten sich zu diesem regen treiben rund um uns, was natürlich zu einem Vogel-Fotoshooting führte. Dank unseres Telezoom-Objektivs* konnten wir tolle Nahaufnahmen schießen.

Die nächsten Tage verbrachten wir an unseren Laptops*, mit Vogelbeobachtungen und kleineren Spaziergängen in einer tollen Landschaft. Die Lofoten sind im April sehr lohnenswert und zeigen sich in unterschiedlichen Facetten. Teils mit viel Schnee, teils aber auch bereits in grün-brauner Pracht. Übrigens ist es auch im Winter/Frühling auf den Lofoten möglich zu surfen (falls jemand Interesse hat), wir sahen einige, die hier im April auf/in dem Wasser waren 😉 .

Reine und Wanderung Reinebringen

Die Weiterfahrt führte uns nach Reine, einem schönen Fischerörtchen relativ am Ende der Lofoten Inseln. Wir machten einen kleinen Spaziergang zum Leuchtfeuer der Hafeneinfahrt und genossen die frische Seeluft. Auch Stockfisch gibt es hier reichlich zu betrachten, dementsprechend riecht es natürlich im ganzen Ort nach Fisch

Mit viel Sonnenschein starteten wir in den nächsten Tag, an dem wir erneut über die Sherpa-Treppe den Reinebringen erwandern wollten. Die Sherpa-Treppe war bei unserer letzten Wanderung im September 2020 noch nicht bis oben fertig gestellt, dies hat sich inzwischen geändert. Die Nepali waren fleißig und nun führt eine Treppe bis ganz nach oben zum Grat. Bei uns war der obere Teil jedoch fast komplett im Schnee versunken, weswegen wir die Treppe nicht wirklich nutzen konnten. Der steilste Teil der Wanderung war somit eine interessante und anspruchsvolle Herausforderung, die besonders im Abstieg unschön war. Trotz den erschwerten Bedingungen, hatten wir eine tolle Wanderung mit einer atemberaubenden Aussicht.

Den Nachmittag verbrachten wir in Ä, teilweise in der Sonne am Meer sitzend an unseren Laptops oder beim Spazieren durch das Dorf bzw. zu einem nahe gelegenen See. Wir hatten ein weiteres Mal den letzten Zipfel der Lofoten erreicht und der Rückweg stand uns bevor.

Wanderung Kvalvika Bucht…

Der erste Teil dieser Wanderung war nichts neues für uns. Es kam lediglich die Komponente Schnee dazu. Wir wanderten gut gelaunt zur Kvalvika Bucht, welche einen der schönsten Sandstrände der Lofoten innehat, und wurden zu „Höhlenforschern“. Vor einigen Jahren lebten zwei Surfer an diesem schönen Ort und hatten sich als „Wohnung“ eine kleine Hütte zwischen den Felsen gebaut. Die beiden Aussteiger lebten ganze 9 Monate in der kleinen, aus Strandgut und Müll gebauten, Hobbit-Höhle. 9 Monate schließt den Winter mit ein! Das Einzige was sie nicht aus angespülten Materialien verbaut haben, ist ein Holzofen. Die Geschichte wurde übrigens im Film „North of the sun“ verfilmt. 

Bei unserem ersten Besuch kannten wir diese beeindruckende Geschichte noch nicht, deswegen wollten wir unbedingt nochmal in die Bucht, um die kleine Hütte zu suchen. Sie ist ein wenig versteckt, aber dennoch dank des Kamins nicht allzu schwer zu finden. Auch heute wird die Hütte noch öfters als Übernachtungsplatz genutzt. Die Einrichtung hat sich nicht besonders verändert.

…und Ryten

Nachdem wir bei unserem letzten Besuch 2020 den Berg Ryten (543 m) zeitlich nicht mehr besteigen konnten (die Sonne war kurz vor ihrem Untergang), wollten wir ihn dieses Mal auf jeden Fall in Angriff nehmen. Die Wanderung auf den Ryten war super schön und abwechslungsreich. Der Weg zum Gipfel war zwar etwas böig, teilweise auch sehr sumpfig, aber damit konnten wir sehr gut umgehen. Die Aussicht ist der absolute Wahnsinn und es lohnt sich auf jeden Fall. Spätestens hier wird klar, warum die Lofoten auch die Karibik des Nordens genannt werden.

Da wir dieses Mal ausreichend Zeit hatten, wählten wir für den Abstieg eine andere Route. Diese mussten wir gegen Ende etwas anpassen, um nicht auf der gegenüberliegenden Bergseite, viel zu weit weg vom Auto, raus zu kommen. Die letzten Kilometer verbrachten wir dann eben auf der Fahrstraße, ohne das wir ein Auto zu Sicht bekamen 😉 . Idylle pur auf den Lofoten im April!

Lofoten im April – warum auch nicht

Julian sitzt am Steuer von Van Vivaldi und Fährt durch die schöne Landschaft der Lofoten. Es sind ein paar schneebedeckte Berge zu sehen sowie das satte grün der Wiesen.

Wir fuhren gemütlich zurück Richtung Leknes und genossen die Landschaft. Was in den Sommermonaten schon eine super Kulisse bietet, ist im winterlichen Flair ein absoluter Hingucker.

Schöne Plätze kann man auch vermehrt ansteuern, so hatten wir zwei Nächte auf einem Platz an der Straße, an welchem wir bereits mit unserem Mini-Camper Astrarix 2020 gestanden sind.

Unsere Rückfahrt brachte uns zwei weitere Mittage in eine Bibliothek, um unseren Blog zu pflegen und ein wenig Recherche für die Weiterfahrt zu betreiben. 

Bei einem Schlafplatz bei Svolvær konnten wir die Freundlichkeit der Norweger erleben. Wir hatten ausnahmsweise Nachbarn auf dem Platz, was die letzten Wochen eher selten vorkam. Etwas später nach unserem Parken klopfte es an unserem selbst ausgebauten Van und eine nette Norwegerin stand vor uns. Sie hatte einen Pappteller voller Kuchenstücke in der Hand. Eine super nette Geste, die übrigens auch noch super lecker geschmeckt hat 😉 .

Wanderung bei Svolvær – Djevelsporten

Unsere heutige Wanderung brachte uns zu einigen bekannten Orten rund um Svolvær und hatte als Ziel die Djevelsporten (Teufelsbrücke). Bei der Teufelsbrücke handelt es sich um eine große Felsplatte, die in einem Felsspalt einklemmt ist. Der Aufstieg führte erneut über eine Sherpa Treppe, von wo aus wir die Svolværgeita (Ziege von Svolvær) stets im Blick hatten (Felsen, die wie zwei Hörner aussehen). Die Wanderung zur Teufelsbrücke war teilweise durch Schnee und Eis etwas erschwert, besonders im steilen Teil kurz vorm Ziel. Die Aussicht machte dies jedoch wett und belohnte jede Anstrengung

Generell ist die Wanderung gut markiert (blau-weiß), was bei uns im Schnee teilweise nicht so gut sichtbar war. Die norwegische Natur zeigt hier auf jeden Fall, welche bauliche Fähigkeiten sie besitzt und welche Gebilde daraus entstehen können. Die Sherpa-Treppe zum Djevelsporten ist übrigens relativ neu und nicht komplett fertig gestellt. Im oberen Teil ist zwar schon das Material vorhanden, aber noch nicht verbaut.

Goodbye Lofoten

Nach der Tour ging es für uns zu einem Strand in der Nähe, bei dem wir erst einmal am Atlantik entspannten. Das Ende unserer Lofoten Tour im April stand kurz bevor und somit genossen wir jeden Moment. Unsere erste Tour sowie unsere letzte Tour auf den Lofoten verbrachten wir also auf der Insel Austvågøya. Zufall oder Schicksal? Wer weiß das schon!

Für den Rückweg wählten wir einen Teilabschnitt weg von der Hauptstraße E10, was vielleicht nur in der Nebensaison mit einem größeren Auto entspannt machbar ist. Die Straße ist nämlich super schmal und teilweise für zwei Fahrzeuge nebeneinander nicht breit genug. Diese Alternative Route ist super schön und wir machten noch eine längere Pause direkt am Atlantik. Wir hatten erneut tolle Eindrücke von den Lofoten und sogar ein paar Rentiere am Straßenrand. Auf den Lofoten Inseln hatten wir bisher keine davon gesehen, ein schönes Ende 😉 .

Schließlich ging es nach 13 Tagen runter von den Lofoten Inseln und wir verbrachten eine weitere Nacht auf einem verschneiten Parkplatz. Willst du wissen, wo es uns als nächstes hinführte? Sei ein wenig geduldig und schau schon bald wieder auf unserem Blog vorbei.

Grüße

Melanie & Julian

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