Nach einer hauptsächlich ruhigen Fährfahrt, kamen wir vormittags bei bestem Wetter in der Stadt Brindisi an, welche in der süditalienischen Region Apulien an der Adria liegt. Wir erkundeten kurz die Stadt und danach startete unser Roadtrip in Italien. Wir kamen bei mehreren kleinen, süßen Dörfern vorbei und passten uns schnell dem Fahrverhalten der Italiener an. Unser nächstes großes Ziel war Italiens Hauptstadt Rom, somit ging es für uns weiter in den Norden. Wir berichten über ein paar Highlights der Stadt Rom, die du auf keinem Fall verpassen solltest.

Highlights in Rom: Stadt bei Nacht erleben

Unser erstes tolles Highlight in Rom ist eher ein Erlebnis und nicht unbedingt eine Sehenswürdigkeit, auch wenn wir ein paar schöne Sehenswürdigkeiten ansteuerten. Für uns ging es im Dunkeln durch die Stadt Rom und dabei entdeckten wir viele tolle Orte. So kamen wir u.a. beim Schildkrötenbrunnen sowie beim Neptun-Brunnen vorbei. Da wir in der Vorweihnachtszeit unterwegs waren, waren alle Straßen schön dekoriert und die Häuser leuchteten weihnachtlich.

Besonders schön war der Vatikan bei Nacht. Vor dem Petersdom standen ein riesiger Weihnachtsbaum sowie eine große Grippe aus Holz. Die Stimmung in dieser tollen Umgebung war super und wir hatten einen schönen Einstieg in der Hauptstadt Italiens. Bei Nacht ist in Rom natürlich immer noch etwas los und wir waren nicht alleine unterwegs. Die Sehenswürdigkeiten sind schön beleuchtet und an den verschiedensten Ecken ist für Unterhaltung gesorgt. Wer es sich also einrichten kann, sollte auf jeden Fall eine Nacht in Rom verbringen und die Stimmung der Stadt einfangen.

Kolosseum, mehr als alte Steine

Für unseren ersten vollen Tag in Rom wählten wir eines der wohl größten Highlights aus. Für den Besuch des Kolosseums buchten wir vorab eine Zeitspanne, um nicht ewig in der Warteschlange stehen zu müssen. Mit den Fahrrädern fuhren wir einmal querfeldein durch Rom und kamen dann fast noch zu spät, da wir keinen Parkplatz für unsere Fahrräder fanden. So eine berühmte Sehenswürdigkeit und dann keine Parkplätze für Fahrräder haben? Vielleicht waren wir aber auch etwas blind und es gab irgendwo welche. Wir kamen kurz vor unserem Einlass beim Kolosseum an und kamen ohne großes Anstehen direkt rein.

Das Kolosseum ist noch recht gut erhalten und einiges wurde die letzten Jahre restauriert. Wir konnten mit unserem Ticket einige Bereiche dieses alten Gebäudes besichtigen, was uns gut ausgereicht hat. In anderen Tickets (natürlich etwas teurer) waren dann noch zusätzliche Bereiche sowie ein Guide inkludiert. Die Ausblicke in das Stadion und der Rundweg waren echt super. Es gab einige Schautafeln und etliche Informationen sowie Schaustücke aus alten Zeiten. Es ist immer wieder spannend, in die Geschichte einzutauchen.

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Paladin Hügel

Zu unserem Ticket gehörten noch der Paladin Hügel sowie das Rom Forum, was wir uns nicht entgehen lassen wollten. Da diese beiden Sehenswürdigkeiten gleich neben dem Kolosseum sind, waren sie schnell zu erreichen und die perfekte Ergänzung zum Kolosseum selbst. Wir betrachteten etliche alte Steine – so könnten wir es jetzt ganz salopp bezeichnen. Oder geschichtlich ausgedrückt, Rom in seiner Entstehung.

Wir fanden diese riesige Anlage auf jeden Fall sehr spannend und so verging die Zeit ziemlich schnell mit etlichen Bildern* auf unseren Speicherkarten*. Vom Paladin Hügel hatten wir eine tolle Aussicht auf Rom und seine Highlights, welche querfeldein in der Stadt verteilt sind.

Für uns ging es nach einer Mittagspause weiter durch die Stadt und unser nächstes Ziel war der Petersdom. Julians Fahrrad hatte kurz nach dem losfahren beim Kolosseum einen Platten und so schoben wir die nächsten 4 Kilometer das Fahrrad durch die Stadt. Unser toller Plan schnell mit dem Fahrrad von A nach B, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu kommen, war dann natürlich gescheitert. Zu Fuß Fahrrad schiebend (hauptsächlich Julian, Melanie fuhr meist langsam nebenher) kamen wir etwas langsamer voran, dafür konnten wir Rom noch intensiver erleben 😉 . Als kleine Belohnung für die zusätzliche Mühe gönnten wir uns schließlich noch eine Pizza, die übrigens sehr lecker war.

Highlights in Rom: Petersdom

Etwas später als geplant, aber immer noch rechtzeitig vor der Schließung, kamen wir am Petersdom an. Der Petersdom liegt im Vatikan, welcher sogar als eigener Staat gilt. Wir hoffen es ist uns keiner böse, wenn wir den Petersdom trotzdem als eines der Highlights von Rom aufführen, schließlich liegt der Vatikan ja in Rom und es geht nicht um das Land, in dem das Highlight liegt, oder?

Vor dem Petersdom warteten hunderte von Menschen auf den Einlass und wir waren uns plötzlich doch nicht mehr so sicher, ob wir es rechtzeitig in den Dom schaffen. Theoretisch hätten wir den Besuch auch auf den nächsten Tag verschieben können. Praktisch ging das leider nicht, da der 08.12.2023 für die Katholiken ein besonderer Tag ist und in Rom Maria Empfängnis groß gefeiert wird. Der Petersdom hatte an diesem Tag nur für einen gewählten Kreis offen und natürlich nicht für uns Touristen.

Die Warteschlangen wurden recht schnell immer kürzer und wir mussten gar nicht so lange anstehen, wie zunächst vermutet. Unser Herz setzte dann ganz kurz bei der Kontrolle aus, bei der ein Detektor bei Julians Rucksack rot aufblinkte. Julian hat ein sehr kleines Taschenmesser an seinem Schlüsselbund und auf dieses sprang der Detektor an (wir hatten das Messer auch schon bei Flugreisen dabei, und bisher sprang noch nie etwas an). Wir hatten zum Glück ein paar sehr nette Kontrolleure, die uns glaubten, dass wir keinen Anschlag mit dem kleinen Messer vorhatten und wir es nicht absichtlich dabeihatten. Wir durften es behalten und endlich in den Dom!

Petersdom erkunden

Für uns ging es zunächst in die nächste, deutlich kürzere, Warteschlange, da wir noch auf die Kuppel wollten und diese jedoch Eintritt kostet. Wir bezahlten die 8 Euro pro Person und dann ging es sportlich nach oben. Für jeweils zwei Euro mehr hätten wir auch einen Aufzug nehmen können, aber das war es uns dann irgendwie nicht wert. Ein paar Stufen schaffen wir noch ganz gut 😉 .

Die Kuppel war wirklich sehr spannend und auch seinen Preis wert. Wir hatten auf dem Weg zur Kuppel bereits einen Blick von oben in den Petersdom und dann ging es in Schräglage weiter in die Höhe. Der Aufbau dieses Daches ist sehr interessant (man läuft in den Dachschrägen und alles ist vergoldet) und der Ausblick über ganz Rom ist auf jeden Fall eines unserer Highlights gewesen, an welche wir immer noch gerne denken. Auch wenn es etwas Geld kostet, lohnt sich die Kuppel auf jeden Fall.

Der Petersdom selbst kostet keinen Eintritt und ist ebenfalls ein Erlebnis für sich. Dieses Gebäude ist so unglaublich groß und prächtig! Uns fehlen wirklich die Worte und jeder sollte hier selbst einmal gestanden sein! Ein Chor stimmte ein weihnachtliches Lied an und die Klänge hallten in dem kompletten Dom. Ein kurzer Blick auf die Gräber der Päpste vergangener Zeiten war ebenfalls drin.

Als wir mit unserer Besichtigung im Petersdom fertig waren, dämmerte es bereits. Wir schlenderten noch etwas durch den Vatikanstaat und am frühen Abend waren wir zurück in unserem Van Vivaldi. Ein kurzer Snack musste noch sein und dann ging es bereits früh ins Bett. Solche Tage in der Stadt sind immer anstrengend!

Weitere Highlights in Rom

Am nächsten Morgen schliefen wir gut aus und erst nach einem frühen Mittagessen ging es für uns wieder in die Stadt. Highlights in Rom wie das antike Bauwerk Pantheon und der Trevi Brunnen standen auf unserem Plan. Der Trevi Brunnen gilt als Meisterwerk des Barocks und ist einer der bekanntesten Brunnen der Welt. Du kannst dir sicher vorstellen, dass hier einiges los war. Alleine ist man an diesem Brunnen vermutlich selten. Trotzdem ist er einer der Highlights in Rom, welche auf jeden Fall angesteuert werden sollte.

Für uns ging es anschließend weiter zur Mariensäule und zur Spanischen Treppe, welche ziemlich nah beieinander liegen. Hier wartete ein besonderes Highlight auf uns. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist Maria Empfängnis ein besonderer Tag in Rom, welcher groß gefeiert wird. Und genau dieses Fest konnten wir live miterleben. Ein Auftritt vom Papst war geplant und dementsprechend wurde die Innenstadt abgesichert. Wir schafften es sogar in die erste Reihe und dort standen wir zwei Stunden an, um dem Papst für ein paar Sekunden ziemlich nahe zu kommen. Nur knappe zwei Meter trennten uns von Papst Franziskus. Dass wir ihm sogar so nahe kommen, hätten wir am Anfang nicht gedacht. Von seiner Ansprache verstanden wir mangels Sprachkenntnisse nichts, der Gesang war jedoch sehr schön und so war der ganze Nachmittag ein tolles Erlebnis für uns, zwischen all den Italienern, die ihren Papst feierten.

Nach dem Auftritt des Papstes verteilten sich die Menschenmassen in alle Richtungen und auch wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt. Als wir gegen Abend zurück zu unserem Van Vivaldi kamen, konnten wir schon von weitem erkennen, dass etwas nicht stimmte.

Schock in Rom

Wir hatten unsere beiden Fahrräder auf dem Fahrradträger, da wir die Fahrräder nicht mit in die Stadt genommen haben. Als wir von unserem Ausflug zurückkamen, war jedoch nur noch eins auf dem Träger. Melanies Fahrrad fehlte! Der nächste Schockmoment war, als Melanie die Türe einfach so öffnen konnte („Schaaaatz, hattest du schon aufgeschlossen?“, „Nein!“). Der komplette Innenraum unseres Campers war das reinste Chaos und wir wussten erstmal nicht, was alles fehlte. Als Julian einmal um das Auto rumlief, um zu erkennen wie die Verbrecher in unseren Camper kamen, fand er zunächst das aufgebrochene Campingfenster. Unsere Campingfenster sind jedoch relativ klein und deshalb konnte hier keiner einsteigen. Kurz darauf entdeckten wir einen Glasschaden an der Fahrertüre (das kleine Dreiecksfenster) und durch das Loch konnten die Räuber die Türe, und damit alle anderen Türen, öffnen.

Wir riefen die Polizei sowie unsere Versicherung an und wir mussten erst einmal feststellen, was alles fehlte. Zum Glück war es letztendlich nicht besonders viel und die wertvollen Dinge wie Drohne* und Tablet* wurden nicht gefunden (Laptops*, Kamera* und Handys* hatten wir beim Städtetrip dabei). Das Fahrrad fehlte, unsere Duschtasche inklusive Rasierer und Handtücher (stellten wir erst Tage später in Venedig fest), zwei Winterjacken und ein paar andere Kleinigkeiten. Nach dem Treffen mit zwei Polizisten, welche kaum Englisch konnten, ging es für uns schnell raus aus der Stadt.

Nach dem Einbruch

Wir suchten uns einen einsamen Parkplatz und verklebten das Loch der fehlenden Glasscheibe mit einer Plastiktüte. Es war Regen für die Nacht angesagt und so offen konnten wir es ja nicht lassen. Wir hatten die nächsten Tage einiges an Stress und es war gar nicht so einfach jemanden zu finden, der uns eine Plastikscheibe einsetzen konnte. Eine richtige Glasscheibe war leider nirgends verfügbar.

Auch wenn alles rund um den Einbruch ziemlich stressig war, wollten wir uns dadurch die Reiselaune nicht komplett verderben lassen. Die erste Nacht war natürlich seltsam und besonders sicher fühlten wir uns auch nicht. Schließlich hätte jeder das Auto von außen öffnen können (eine Plastiktüte bietet nicht besonders viel Schutz). Die Tüte war zudem auch nicht besonders leise beim Autofahren und wir waren froh, als wir sie dann endlich gegen eine Plastikscheibe tauschen konnten. Dafür mussten wir allerdings knapp 200 km mit einer flatternden Plastiktüte quer durch Italien fahren bis wir eine Werkstatt fanden, die gnädig mit uns war. Ohne Termin lief bei den anderen Werkstätten nämlich gar nichts so kurz vor Weihnachten.

Halt in Venedig

Stopps in San Marino und ein Tag später in Venedig ließen wir uns trotz Vorfall nicht nehmen. In Venedig steuerten wir einen nahe gelegenen Campingplatz vor der Stadt an. Hier trafen wir A. und S., mit denen wir ein paar tolle Tage in Griechenland verbracht hatten. Sie waren gerade am Abreisen und bevor wir richtig eincheckten, haben wir uns erneut mal wieder mit den beiden verquatscht. Als wir duschen wollten, stellten wir leider fest, dass unsere Duschtasche von den Räubern mitgenommen wurde. Zum Glück hatten wir noch ein paar Ersatzprodukte von Duschbrocken* im Camper und so konnte uns diese tolle Dusche keiner nehmen!

Abends ging es für uns im Dunkeln in die Stadt Venedig und wir schlenderten gemütlich durch die Gassen. Die Rialtobrücke sowie der Markusplatz durften bei der Besichtigung natürlich nicht ausgelassen werden.

Am nächsten Tag ging es nochmals sehr früh im Hellen in die Stadt und wir mussten leider feststellen, dass je nach Tide die Stadt versinkt. Der komplette Markusplatz stand unter Wasser und ein paar Stege wurden aufgestellt, um über den Platz zu den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten zu kommen. Abends war der Platz noch normal, also „trocken“, am nächsten Tag konnten wir nicht mehr darauf laufen, ohne knöchelhoch im Wasser zu versinken.

Die Heimat ruft

Wir hatten noch ein paar schöne Stunden in Venedig und gegen späten Mittag verließen wir bereits den Campingplatz. Für uns ging es gemütlich weiter in den kalten Norden (also Richtung Süd-Deutschland 😉 ). Da wir Mautstraßen größtenteils vermeiden wollten, kamen wir nicht besonders weit. Wir hatten eine letzte Nacht in Italien, bevor es dann am nächsten Tag über die Brennerbundesstraße zurück nach Österreich ging. Uns begeistert jedes Mal aufs Neue der Blick auf die Stadt Innsbruck. Die Stadt ist so toll gelegen und die mächtige Nordkette trägt ihren Teil dazu bei.

Wir hatten eine letzte ruhige Nacht bei Füssen in der Nähe des Lechfall und schon am nächsten Tag konnten wir unsere Familien in die Arme nehmen.

Eine tolle Reise nahm ihr Ende und wir verbrachten Weihnachten sowie Neujahr bei unseren liebsten.

Reiseerlebnisse

Wir freuen uns über all die tollen Erlebnisse, welche wir in den letzten Monaten hatten.

Geniale Wanderungen im Fürstentum Liechtenstein, in Österreich und Deutschland machten den Sommer zu einem perfekten Bergsommer. Der Kurztrip zum Tauchen nach Fuerteventura war eine tolle Abwechslung zu der Höhenluft und wir konnten neue Freunde gewinnen. Ein paar schöne Tage in Slowenien und unfassbar schöne Momente in Kroatien bleiben uns in Erinnerung und wir konnten diese Länder das erste mal gemeinsam bereisen (davor war nur einer von uns in diesen Ländern). Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Albanien haben uns absolut begeistert und sind in unseren Augen absolut eine Reise wert. Griechenland bietet so viele tolle Facetten und wir müssen auf jeden Fall wieder kommen. Aber auch Italien ist immer eine Reise wert, auch wenn die Hauptstadt Rom uns ein wenig Nerven gekostet und einen kleinen Reise-Dämpfer verpasst hat.

“Zu reisen ist zu leben.”

Hans Christian Andersen

Wir hatten 2022 (begonnen mit dem Ausbau unseres Vans und unserem ersten Trip nach Skandinavien im Winter) ein tolles Reisejahr und auch 2023 (ja, wir haben etwas mehr als ein Jahr Versatz in unseren Berichten 😉 ) brachte uns ein paar schöne Abenteuer. Bleib dabei und erfahre demnächst mehr von unseren Erlebnissen auf Reisen.

Grüße

Melanie & Julian